Dein Gig-Kick für März 2017

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Hallo Freund, 

wann hast du das letzte Mal so richtig Dampf abgelassen…? ;) 

Situationen, in denen wir sprichwörtlich Dampf ablassen, sind ganz alltägliche…. Vielleicht wirst du schamlos ausgenutzt, liegst mit jemandem im Streit und eine Einigkeit ist nicht in Sicht… Vielleicht hast du Leitungsverantwortung und deine Anweisungen werden ignoriert oder nur halbherzig umgesetzt… Möglicherweise hast du Kenntnis darüber erlangt, dass eine Person hinter deinem Rücken schlecht über dich redet, dich verleumdet oder ziemlich unfair Allianzen gegen dich schmiedet… Was auch immer der Stein des Anstoßes sein mag – das Resultat ist identisch: Du ärgerst dich und wirst so richtig wütend… 

Anstoß heißt übrigens im griechischem skàndalon und bezeichnete ursprünglich den Teil einer Falle, an welcher der Köder befestigt wurde, der die Tiere anlockte. 

>>Gäbe es den Köder nicht, würde kein Tier in die Falle gehen.

Wenn DU wütend bist und Groll hegst gegen jemanden, BIST du in die Falle gegangen - gefangen in wütenden Gedanken, unfähig, klar, konstruktiv und lösungsorientiert (geschweige denn liebevoll) zu agieren. Du bist dann in deiner eigenen Wut gefangen wie ein wildes, brüllendes Tier…

Euer Feind, der Teufel, streift umher wie ein brüllender Löwe, immer auf der Suche nach einem Opfer, das er verschlingen kann.“ (1.Petrus 5,8b) 

Du merkst es sicher schon – das System ist ziemlich simpel: Wenn Gott jemanden erreichen will, nimmt er einen Menschen dazu. Wenn Satan jemanden erreichen will, nimmt er einen Menschen dazu.

Gibt es in deinem Leben jemanden, der dich immer wieder anstößt und in die Falle lockt?

Vielleicht dein Mitschüler, ein Kollege, der Chef, ein Nachbar, dein Ehepartner, ein Verwandter oder ein Geschäftspartner…?  WAS oder WER  ist der Köder in DEINEM Leben …. - was oder wer lockt dich immer wieder in die Falle?

Was auch immer gerade deine Antwort ist – hier sind zwei grundlegende Wahrheiten für dich: 

1. Es wird immer Situationen geben, in denen du verärgert oder wütend reagieren kannst. Wir werden nie vermeiden können, dass Menschen uns ärgern und verletzen.

2.  Aber es ist unsere Entscheidung, ob wir darauf anspringen oder nicht.

Du hast die Freiheit, zu entscheiden, ob du dich ärgern lässt, wütend wirst, verbittert oder nicht.

Du hast die freie Wahl, dich zu entscheiden, ob dieser Köder immer wieder Erfolg hat oder ob du die Verantwortung dafür übernimmst, dich nicht mehr so auf negative Haltungen einzulassen.

Erinnere dich einmal an eine Situation, in der du echt wütend warst… Was war der Auslöser? Nun, was immer dich verärgert hat:

Der Auslöser war KEINE Person! Zuallererst war es ein Gedanke, den du gedacht hast… Am Anfang deiner Wut, deines Ärgers, stand ein Gedanke.

Ärger, Wut, und Neid beginnen immer mit einem negativen Gedanken und münden in Bitterkeit, Unvergebenheit oder Hass.

Deshalb ist es wichtig, dass du weißt:

Achte auf deine Gedanken, sie werden Worte,

achte auf deine Worte, sie werden Handlungen,

achte auf deine Handlungen, sie werden Gewohnheiten,

achte auf deine Gewohnheiten, sie werden dein Charakter,

achte auf deinen Charakter – er bestimmt dein Schicksal.

Es gibt Menschen, die sind schon SO lange wütend, dass sie nicht einmal mehr wissen, dass sie es sind. Das ist schon eine Art chronischer Zustand. Es ist, als hätte sich in ihnen etwas manifestiert und eingenistet, das bei allen möglichen Gelegenheiten anspringt und sie wieder wütend werden lässt. Da sind aus den ursprünglichen Gedanken schon Gewohnheiten entstanden, die Teil des  Charakters geworden sind. Sie sind wie tickende Zeitbomben…

Denkst du jetzt vielleicht gerade an eine ganz bestimmte Person? Falls ja, dann habe ich etwas für dich: 

Die unmögliche Art der anderen Person ist eine gute Gelegenheit Gottes, an MIR zu arbeiten. 

Das stimmt tatsächlich. :) Stell dir vor, dein Nachbar hat schon wieder ein neues Auto…gehobene Klasse - wirklich schick. Du sagst vielleicht: „MUSS der sich schon wieder ein neues Auto kaufen…? Wie  kann man sein Geld nur derart herauswerfen…? Das könnte man doch wirklich sinnvoller investieren… !“

Oder- gepaart mit einem leicht abwertenden Lächeln - sagst du: „Das braucht der wohl zur Selbstbestätigung… ;) “ 

Die Wahrheit ist, dass DU das Problem hast, weil du vielleicht neidisch bist auf ihn und dir tief in deinem Herzen auch wünschst, selber so ein Auto zu fahren oder die Autos einfach so tauschen zu können wie er das tut. ;)

Die unmögliche Art der anderen Person ist eine gute Gelegenheit Gottes, an MIR zu arbeiten. Das kannst du auf ALLE Situationen anwenden, in denen du über jemanden lästerst, intrigierst, verächtlich redest oder wütend wirst.

Genau in DEM Bereich hast DU ein Problem, welches GOTT dir zeigen will,...nicht der andere. DICH würde Gott gerne ein bisschen schleifen und aufpolieren, damit du in DIESEM Bereich deines Charakters wirklich funkeln und glänzen kannst.

Das geht natürlich nur, wenn du bereit bist, dir das zeigen zu lassen. Du darfst das auch ignorieren und weiter an deiner negativen, lästernden oder wütenden Haltung festhalten. Gott ist bekanntlich ein Gentleman. Er drängt sich dir nicht auf.

"Wie kommt es, dass du den Splitter im Auge deines Bruders siehst, aber den Balken in deinem eigenen Auge nicht bemerkst? Wie kannst du zu deinem Bruder sagen: ›Bruder, halt still! Ich will den Splitter herausziehen, der in deinem Auge sitzt‹ – und bemerkst dabei den Balken im eigenen Auge nicht? Du Heuchler! Zieh zuerst den Balken aus deinem eigenen Auge; dann wirst du klar sehen und kannst den Splitter, der im Auge deines Bruders ist, herausziehen.“ (Lukas 6,41ff) 

Die unmögliche Art der anderen Person ist eine gute Gelegenheit Gottes, an MIR zu arbeiten … Absolut und ausnahmslos. Ich selber wurde jahrelang mit dieser Tatsache geschliffen. Als ich dieses geistliche Prinzip dann irgendwann mit dem Herzen erkannte und verstand, machte ich mir eins zur Angewohnheit – und das praktiziere ich bis heute so: Jedes Mal, wirklich JEDES Mal, wenn mich etwas oder jemand innerlich aufregte oder wütend machte, zog ich mich sofort einen Moment zurück in die Stille (das kann auch ein Badezimmer oder Firmen- WC sein ;) ) und fragte Gott: 

Okay…WAS willst du mir jetzt zeigen? Was stimmt bei MIR nicht? Warum regt mich DAS jetzt so auf?

Und JEDES Mal ging mir ein Licht auf und ich erhielt Antwort. Nicht selten war die Erkenntnis ziemlich überraschend und zugegebenermaßen oft auch nicht wirklich angenehm oder schmeichelhaft… Doch ich ging stets ins Gebet, tat Buße für meine Baustelle, dankte Gott und bat gleichzeitig um Kraft, damit ich nicht wieder in das alte Muster zurück rutschte.

Cool ist, dass derartige Gespräche mit Gott im Laufe der Zeit immer seltener wurden, der Ärger nämlich auch. :)

Und was bei MIR funktioniert, klappt auch bei DIR. DU musst das aber WOLLEN, von Gottes Seite aus ist es nur ein Angebot. 

Ich weiß nicht, ob es dir schon einmal aufgefallen ist, aber Ärger, Unvergebenheit, Neid und Zorn sind SINNLOS. Denn weder verändert es andere Menschen, noch hilft es dir oder bringt dich weiter. Wir werden nicht verhindern können, dass Menschen uns ärgern oder verletzen. Aber es ist unsere Entscheidung, wie wir darauf reagieren.

ICH allein habe die Verantwortung darüber, ob ich gekränkt bin oder nicht.

Damit sage ich nicht, dass andere nichts falsch machen. Mir ist durchaus bewusst, dass es Menschen gibt, die scheinen es sich regelrecht zur Tagesaufgabe eines jeden Tages gemacht zu haben, andere zu ärgern, Intrigen loszutreten oder Zwietracht zu säen. So etwas gibt es. Ich weiß das…und du auch. Denn so etwas kennen wir wahrscheinlich alle. Das werde ich aber nicht ändern können. Aber es ist MEINE freie Entscheidung und Verantwortung, ob ich mich darauf einlasse.

Die ersten zehn Sekunden ärgert man sich intuitiv - danach ist es eine Entscheidung.

Neid, Wut und Hass sind parasitär. Lass nicht zu, dass sie sich in Deinem Herzen noch länger ausbreiten wie ein bösartiges Geschwür. Vergib dieser Person (auch wenn du dich im Recht fühlst) und lass dich dadurch gesund machen.

Im 2. Mose 15,26 spricht Gott: „Ich bin der Herr, dein Arzt.“ Und in Psalm 147,3 versichert Gott dir liebevoll, dass er dich in deinem Kummer und Schmerz heilt: „Er schenkt denen Heilung, die ein gebrochenes Herz haben und verbindet ihre schmerzenden Wunden."  

Keiner von uns ist fehlerfrei – leider. ;)

Umso wichtiger ist es, den Hinweis aus Matthäus 6, 14-15 ernst zu nehmen: „Wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, wird euer Vater im Himmel euch auch vergeben. Wenn ihr aber den Menschen nicht vergebt, wird euer Vater im Himmel euch eure Verfehlungen auch nicht vergeben.“

Damit ist Vergeben für mich keine Option, sondern obligatorisch. Und ja: 

Vergeben ist nicht einfach. Aber der Preis, NICHT zu vergeben, ist zu hoch - das kann ich mir nicht leisten.

Bedenke, Freund: Du kannst nicht auf jemanden ärgerlich sein und erwarten, dass Gott dich und deine Kinder segnet und deine Gebete erhört. Nicht zu vergeben ist wie Rattengift zu schlucken, um dann darauf zu warten, dass die Ratte stirbt. 

Wenn Du jemandem vergibst, setzt Du einen Gefangenen frei. Und dieser Gefangene bist Du selbst.  

Oder um es abschließend mit Konrad Adenauer zu sagen: “Wer sich ärgert, büßt für die Fehler anderer Menschen.“  Willst du das wirklich, Freund

Einen, vielleicht außer-gewöhnlichen ;) Monat März wünschen dir

Anett Kladrowa & das God is good Team

PS: Weitere wertvolle und praxistaugliche Tipps aus der Gebrauchsanleitung für gelingendes Leben kannst du an jedem letzten Sonntag im Monat beim GOAL im Esche- Museum in Limbach - Oberfrohna abstauben :). Ab Mitte des Monats findest du das aktuelle Thema auf unserer Internetseite. Einfach im Eventkalender anklicken: https://gottspric.ht/eventkalender/

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