Dein Gig-Kick für Dezember 2016

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Hallo Freund, 

wie kommt es, dass manche Menschen sauer in die Sonne sehen und dass andere im Regen pfeifen können? (Phil Bosmans)

Die Antwort ist simpel: Sorgen, Zweifel, Verwirrung, Depression, Ärger und Wut haben ihren Ursprung in unseren Gedanken. Wer sich von diesen Gedanken gefangen nehmen lässt, hat wenig Freude am Leben. Eine ganz neue Welt eröffnet sich uns jedoch, sobald wir lernen, Gedanken bewusst zu wählen und Verantwortung für unsere Denkweise und unsere Worte zu übernehmen.

„Denn wie er (der Mensch) … denkt, so ist er.“ (Sprüche 23,7a - SLT)

Unser Reden und Handeln resultieren direkt aus unserem Denken. Die Wurzeln vieler Probleme liegen in Denkmustern, aus denen die Probleme erst entspringen, welche die Menschen in ihrem Leben erfahren. In meiner Arbeit als Coach und Seelsorger bestätigt sich das immer wieder.

Tatsache ist deshalb: Die Gedanken sind der wahre Kampfplatz unseres Alltags. (vgl. Epheser 6,12) 

Das eigentliche Schlachtfeld befindet sich zwischen unseren Ohren.

Vielleicht erinnerst du dich an eine Situation, in der du einen Gedanken hattest, aus diesem dann Schlussfolgerungen abgeleitet (interpretiert) hast und später feststellen musstest, dass du einem Irrtum erlegen warst. Möglicherweise hattest du jemanden zu Unrecht verdächtigt oder beschuldigt. Der Ursprung dieses Irrtums war EIN EINZIGER falscher Gedanke, dem du geglaubt hast. In dieser Gefahr stehen wir alle - jeden Tag.

Gedanken sind mächtig und sie haben kreatives Potential. Allein schon vor diesem Hintergrund sollten wir allergrößten Wert darauf legen, RICHTIGE Gedanken zu denken.

Meine Empfehlung deshalb ist ganz klar, die Gedanken mit Gottes Wort in Übereinstimmung zu bringen.

Matthäus 12,33: „Wenn ein Baum gut ist, sind auch seine Früchte gut. Ist ein Baum jedoch schlecht, dann sind auch seine Früchte schlecht. An den Früchten erkennt man den Baum.“

Ein besonderer Baum – eine regelrecht „charismatische“ Baumart - wächst in den Alpen. Es ist die Zirbelkiefer (Arve).  

Dieser Baum erträgt Temperaturen von –40 bis +40 °C. Darum bildet die Zirbelkiefer im Gebirge den obersten Waldsaum, dort wo es anderen Baumarten nicht mehr behagt. Ihr ganzes Leben lang trotzt sie dort Wind und Wetter. 

Auf den meist flachgründigen und geschiebereichen Gebirgsböden ist die Zirbelkiefer nur selten in der Lage, ungestört ein Wurzelsystem auszubilden. Jungbäume bilden eine Pfahlwurzel aus, die nur von kurzer Lebensdauer ist und schon bald von kräftigen Senkerwurzeln abgelöst wird, welche in Gesteinsspalten eindringen und so den Baum verankern. (Wiki)

Die Regenerationsfähigkeit der Zirbelkiefer ist erstaunlich. Denn solange noch ein Streifen lebender Rinde die Verbindung mit der Wurzel aufrechterhält, vermag sich dieser Baum von den schwersten Verwundungen wieder zu erholen. 

Ist der Haupttrieb abgestorben, so übernimmt ein Ast dessen Aufgabe, richtet sich auf und lässt eine neue Krone wachsen, die nach Jahren wieder heidelbeerfarbene Zapfen trägt. Mit unglaublicher Lebenskraft ausgestattet, voller Widerstand gegen die Unbilden des Lebens, hat sich die Zirbelkiefer hervorragend an das raue Gebirgsklima angepasst. Sie kämpft unentwegt - nicht selten an der Grenze des Machbaren. Auch vom Blitz amputiert grünt und blüht der Baum unentwegt weiter.

Nur selten ist es der Arve vergönnt, eine vollkommene Baumform auszubauen. Jeder Baum ist von seinem Einzelschicksal gezeichnet.

Währenddessen ich dir diese Zeilen schreibe, werde ich auf eine ganz besondere Art und Weise an meine eigene Lebensgeschichte erinnert und es eröffnen sich überraschend Parallelen zu einer solchen Zirbelkiefer. Plötzlich ist es, als würde Gott mich liebevoll umarmen und zu mir sagen: 

„Schau mal genau hin - erkennst du dich? Du gibst auch nicht auf. All die vielen Jahre hast du unermüdlich versucht, Wurzeln zu bilden, auch wenn der Boden steinig war. Wenn dir Wege verstellt waren, die du gehen wolltest, hat dich das motiviert, neue Wege zu suchen, weiter zu gehen, TIEFER zu graben, um sicheren Halt für dich zu finden - Halt in mir. 

Erinnerst du dich an die Zeit, als du so richtig zerfetzt worden warst…? Ja, … unter Tränen erinnerst du dich…, denn es war eine Zeit voller Schmerzen und Entbehrungen. Aber du bist drangeblieben, am Leben, an mir. In den schlimmsten Stürmen deines Lebens, als dein Lebensbaum äußerlich nur noch kahl und kaputt war, wirklich nicht schön anzusehen, gab es dennoch winzige Anteile, die mit mir verbunden waren und durch die ich dir meine Kraft und meine Nahrung geben konnte. Du hast wieder zu grünen begonnen und inzwischen produzierst du sogar wunderbare Früchte.    

Du bist nicht „normal“, hast auch nicht das Durchschnittsschicksal. Du lebst nicht das übliche Leben, aber du bist einzigartig in deiner individuellen Schönheit. Und du bist größer, stärker und widerstandsfähiger geworden seitdem du deine Wurzeln willentlich tiefer in MEINEN Boden eingegraben hast. 

Wenn der Wind dir heute frostig und klirrend entgegenbläst, hältst du stand. Kälte, Sturm und  Frost können dich nicht aufhalten, gute Früchte hervorzubringen. Du bist eine Kämpferin an der Grenze des Möglichen. ICH gebe dir diese Lebenskraft.“

Und ich erkenne: Es ist wahr.

Denn ich erlebe diese „Früchte“ in meinem Alltag, wenn z.B. ein Wort, welches ich gesagt oder geschrieben habe, gebrochene Herzen zu trösten vermag, wenn es Menschen aufrichtet, korrigiert, stärkt und ermutigt. Es bringt neue Perspektiven in eingefahrene Verhaltensmuster und lässt hinderliche Hamsterräder zum Stillstand kommen. Für diese Kraft und Begabung kann ich meinem Gott nicht genug danken. ALLES verdanke ich IHM.

Da wir uns alle in irgendeiner Form in unserem Leben mit eisigen Stürmen konfrontiert sehen, ist es mir daher ein Herzensanliegen, möglichst viele Menschen zu ermutigen, sinnbildlich die Stärke und den Kampfgeist einer Zirbelkiefer zu verinnerlichen.

Liebend gern will ich darum die guten Erfahrungen weitergeben, die ich durch das Wurzeln in Gottes Wort und durch die damit einhergehende Korrektur alter und destruktiver Denkmuster gemacht habe. Die täglich erforderlichen Nährstoffe aus Gottes gutem Boden herauszuziehen ist in jeder Situation zielfördernd und lösungsorientiert.

Vielleicht fühlst du dich auch gerade wie solch eine Zirbelkiefer: Dem harten Winter ausgesetzt, in kargem Boden, die Wurzeln verzweifelt auf Felsen festgekrallt, die Wuchsform verkrümmt, die Rinde zerfetzt, nur unendlich langsam entwickelt, in „hundert“ Jahren kaum mannshoch gewachsen.

Dann ermutigt auch dich der lebendige Gott: „Hab keine Angst Freund, ich sehe dich und deine Ängste, deine Nöte, deine Sorgen. Strecke deine Wurzeln aus nach mir: Ich KANN und ich WILL dir helfen. Ich tröste dich, ich richte dich auf, ich halte dich! Wurzele in mir, verankere dich in meiner Liebe! Dann wirst du wieder zu Kräften kommen. Dann wirst du einen starken Stamm ausbilden, üppig grünen und gute Früchte hervorbringen.“ 

Die Bibel sagt, einen Baum erkennt man an seiner Frucht. Dasselbe gilt für unser Leben.

Unsere Gedanken tragen Früchte – wir erkennen diese in unserem Reden  und Handeln. Denkst du gute Gedanken, wird die Frucht deines Lebens gut sein. Denkst du schlechte Gedanken, wird die Frucht deines Lebens schlecht sein. Vielleicht klingt dir das jetzt zu simpel, aber es IST so simpel. Dahinter steckt nichts anderes als das Gesetz von Saat und Ernte.

Auch verhält es sich tatsächlich so, dass du Rückschlüsse auf die Gedanken eines Menschen ziehen kannst, wenn du dir seine generelle Haltung zum Leben anschaust. Eine ehrliche und freundliche Person hegt keine gemeinen, rachsüchtigen Gedanken. Und ein wirklich böser Mensch hegt keine guten und liebevollen Gedanken. Erinnere dich an Sprüche 23,7 und lass dich von diesem Wort beeinflussen: Denn so, wie du in deinem Herzen DENKST, so bist du.

Oder mit den Worten Luthers ausgedrückt: „Wir SIND morgen das, was wir heute GEDACHT haben.“

Es ist unmöglich, positiv zu leben, wenn wir negativ denken.

„Lasst uns daher nicht müde werden, das zu tun, was gut und richtig ist. Denn wenn wir nicht aufgeben, werden wir zu der von Gott bestimmten Zeit die Ernte einbringen.“(Galater 6,9)

Wie schlimm deine Lebensumstände auch sein mögen - gib nicht auf!

1.Petr 5,8 „Seid besonnen, seid wachsam! Euer Feind, der Teufel, streift umher wie ein brüllender Löwe, immer auf der Suche nach einem Opfer, das er verschlingen kann.“ 

Satan ist der Vater der Lüge und ein Dieb. (vgl. Johannes 8,44)

„Der Dieb kommt nur, um … zu stehlen und zu schlachten und um Verderben zu bringen.“ (Johannes 10, 10a)

Vielleicht hat Satan dich in deiner Lebensqualität bestohlen und du kämpfst gerade mit Problemen in deiner Beziehung, mit rebellierenden Kindern, mit defizitären Finanzen oder mit gesundheitlichen Problemen. 

Nimm das Land wieder ein, welches der Teufel dir geraubt hat!

Wenn nötig, hole es dir Zentimeter für Zentimeter zurück und stütze dich dabei auf Gottes Gnade, nicht auf deine eigenen Fähigkeiten, um die gewünschten Ergebnisse zu erreichen.

Denn im zweiten Teil von Johannes 10,10 sagt Jesus: „Ich aber bin gekommen, um ihnen Leben zu bringen - Leben in ganzer Fülle.“

DAS ist, was dir zusteht, Freund!

Wirf die Flinte nicht ins Korn! Weise den alten Geist des Aufgebens und des Krummbuckelns in die Schranken! Übernimm Verantwortung für deine Gedanken und beweise Rückgrat!

Wenn du Gott vertraust, sichert er dir zu: „Wenn du durch Wasser gehst, will ich bei dir sein, und wenn du durch Ströme gehst, sollen sie dich nicht ersäufen. Wenn du ins Feuer gehst, wirst du nicht brennen, und die Flamme wird dich nicht versengen.“ (Jes 43,2 - LUT)

Was auch immer du also zurzeit in deinem Leben vorhast, erfährst oder durchmachst: Ich will dir Mut machen, hindurchzugehen und nicht aufzugeben.  

Die Zirbelkiefer ist ein Symbol für gesunde Anpassung und überlebenswichtigen Widerstand.

Ich bete für dich, dass du deine wahren Ressourcen erkennst, dass du deine Wurzeln neu ausstreckst, tief in Gottes Liebe verankerst und dann erlebst, wie Gott dich ungeachtet frostiger Umstände grünen lässt und dich groß macht.

Ich bitte Gott, dass du ein solch gewaltiger Baum in der Kampfzone des Lebens wirst, damit Frucht entsteht, die bleibt.

Denn im Leben geht es nicht darum, zu warten, dass das Unwetter vorbeizieht, sondern zu lernen, im Regen zu tanzen. Und das schaffen wir Menschen dauerhaft nur mit Gott.

 

Eine gesegnete und behütete Adventszeit wünschen dir und deiner ganzen Familie

Anett Kladrowa & das God is good Team

 

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(Foto: Wikipedia)

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