Spuren des Höchsten

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Ein französischer Wissenschaftler durchstreifte die Wüste. Als Führer durch die ihm unbekannte Gegend nahm er einen Eingeborenen mit. Als die Sonne unterging, kniete sich der junge Mann nieder, um zu beten. “Was machst Du da?, fragte der Gelehrte erstaunt. „Ich bete.” – „Zu wem?” – „Zum Höchsten.” – “Zu Gott?” – “Ja.

Hast Du Gott denn jemals gesehen?” – „Nein.” – “Dann bist Du ein Narr!” Als der Wissenschaftler am nächsten Morgen aus seinem Zelt kriecht, meint er zu dem Eingeborenen: “Hier ist heute Nacht ein Kamel gewesen.” – “Haben Sie es gesehen?” – „Nein.” – „Dann sind Sie aber ein merkwürdiger Forscher! Sie glauben daran, dass das Kamel hier war, ohne es gesehen zu haben?

Der Franzose verteidigt sich: “Aber man sieht doch hier rings um das Zelt die Fußspuren des Kamels.” – Kurz darauf geht die Sonne auf in ihrer Pracht. Der gläubige Mann zeigt in ihre Richtung und sagt: “Hier sehen Sie die Fußspuren des Höchsten!

 

„Die Taten des Herrn sind wunderbar! Wer über sie nachdenkt, wird Freude an ihnen haben.“ 

(Psalm 111,2- NLB)

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