Die besten Geschichten schreibt das Leben

Die verletzten Hände

(aus time keeper 2013)

 

verletzte Hände

William Dixon will nichts mit Gott zu tun haben. Er ist überzeugt, Gott hat ihm seine Frau genommen, danach seinen einzigen Sohn.

Eines Tages bricht im Nachbarhaus ein Brand aus. Schnell steht das ganze Erdgeschoss in Flammen. Da bemerkt Dixon zu seinem Entsetzen das angsterfüllte Gesicht des kleinen Nachbarjungen an einem Fenster im ersten Stock! Dixon zögert keine Sekunde. Er rennt hinüber, klettert am Regenrohr hinauf und bringt den kleinen Dickey nach unten. Dixon erleidet schwere Verbrennungen an seiner linken Hand.

Kurz darauf stirbt Dickeys Großmutter, bei der Dickey bisher gelebt hat. Da Dickey keine Eltern mehr hat, wird im Stadtrat die Frage erörtert, wer den Jungen aufnehmen soll. Als die Frage gestellt wird, wer den Jungen adoptieren will, hält Dixon, anstatt etwas zu sagen, seine vernarbte Hand hoch. Mit großer Mehrheit wird der Junge Dixon zugesprochen.

Dickey liebt seinen neuen Papa über alles. Oft berührt er die Hand, die bei seiner Rettung so stark verletzt wurde. Eines Tages besuchen sie eine Gemäldeausstellung. Ein Bild hat es Dickey besonders angetan. Es zeigt einen Mann, der einem anderen seine verwundeten Hände zeigt. „Wer ist das?“, fragt Dickey. „Das ist Jesus. Nach seiner Auferstehung kam er zu den Jüngern. Doch der Apostel Thomas war nicht dabei und glaubte dem Bericht der anderen nicht. Darum kam Jesus noch einmal extra für ihn und zeigte ihm seine durchbohrten Hände.“ – „Jesus sieht traurig aus“, meint Dickey, „bestimmt, weil Thomas zuerst nicht geglaubt hat, obwohl Jesus doch auch für ihn gestorben ist. Wenn ich dir nicht vertraut und dich nicht gewollt hätte, nachdem du mich gerettet hattest, wäre das doch auch schlimm gewesen, oder? Aber nachher hat Thomas Jesus bestimmt ganz lieb gehabt, so wie ich dich, Papa.“

Dixon ist getroffen. Muss Jesus nicht ebenso traurig auf ihn blicken? Warum glaubt er nicht? Dixon fängt an, die Bibel zu lesen und übergibt kurze Zeit später sein Leben dem Herrn Jesus, der seine Hände am Kreuz durchbohren ließ, um ihn zu retten.