Dein Gig-Kick für Oktober 2017

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Hallo Freund, 

manchmal hängen wir in einer bestimmten Sache geradezu fest. Das kann verschiedene Bereiche unseres Lebens betreffen:

• gesundheitliche Beschwerden

• Nöte im finanziellen Bereich

• Probleme in der Ehe

• Sorgen mit den Kindern

• Stress im Job

• Ärger mit Kollegen oder Nachbarn u.v.m. 

Um nicht länger in der Sackgasse festzustecken, sollten wir prüfen, ob es Ballast in unserem Leben gibt, den wir erst loswerden müssen, damit wir endlich wieder weiterkommen können.

Fünf Themenbereiche haben wir schon beleuchtet. Mit den folgenden beiden wollen wir diese nutzbringende Serie heute abschließen. 

6. Manchmal sind es auch materielle Dinge, die uns im wahrsten Sinne des Wortes beLASTen. 

Vielleicht gibt es in deinem Haus einfach viel zu viele Staubfänger. ;) 

Die meisten Menschen sammeln gerne: Briefmarken, Uhren, Münzen, Schuhe, Postkarten, Figuren aus Ü-Eiern, Bierdeckel… u.v.m. 

Teilweise ist das Sammeln auch durchaus sehr sinnvoll und mehr als nur Hobby. Es gab Zeiten, da hortete man Kartoffeln und andere Lebensmittel, um über den Winter zu kommen. Das machte Sinn. 

Manchmal schaffen wir uns auch Dinge an oder behalten sie, weil wir glauben, dass dadurch irgendwelche Probleme gelöst werden können. Wir leben in der Illusion, dass uns der teure Schnellkochtopf zum Meisterkoch machen würde, das feine Geschirr zum gefragten Gastgeber, oder der Stepper uns zu einem sportlichen Menschen werden lässt. ;) 

Aber egal, wie viele Dinge du besitzt, in den seltensten Fällen LÖSEN sie Probleme, vielmals schaffen sie höchstens neue. Denn je mehr wir haben, umso mehr Aufmerksamkeit müssen wir investieren. ZU VIELE Dinge stehlen unsere Zeit, brauchen Platz und Schränke und kosten Geld. 

Und so stellen wir am Ende meist fest: Diese Dinge machen unser Leben nicht erfüllter, sondern höchstens unser Haus voller. 

Da macht es Sinn, zu entrümpeln. 

Vielleicht hörst du beim Entrümpeln ja eine Stimme, die dir sagt:

• „Das kann man doch alles noch gebrauchen…!“

• „Was ist, wenn du es heute wegwirfst und morgen brauchst?“

• „Was, wenn dir die Hose aber irgendwann DOCH wieder passt…? Dann ärgerst du dich, dass du sie weggeworfen hast!“ 

Doch statt auf diese Stimme zu hören, solltest du dich fragen: 

„Tut es mir gut oder schadet es mir?“

„Macht es mir Freude oder ärgert es mich?“

„Stärkt es oder schwächt es mich?“

Du staunst jetzt vielleicht und fragst dich, wie materielle Dinge dir guttun oder schaden könnten… Das können sie tatsächlich.

Denn unser innerer Autopilot verknüpft durchaus materielle Dinge mit Erfahrungen und Erinnerungen. Und damit lösen bestimmte Gegenstände ein bestimmtes Gefühl in dir aus- bewusst oder unbewusst. 

Ich erinnere mich an ein Beispiel aus dem Coaching. Ein Mann war befördert worden und hatte das Büro seines ehemaligen Chefs bezogen. Doch schon nach kurzer Zeit fühlte er sich krank. Er ging zu einem Kardiologen, doch weder dort noch bei anderen Ärzten erging ein Befund.

Im Coaching stellte sich dann heraus, dass dieser Mann früher regelmäßig von seinem damaligen Chef „gefaltet“ wurde, währenddessen er auf eine große, sehr prächtige Zimmerpflanze im Chefbüro starrte. 

Nachdem diese Pflanze aus nunmehr seinem Büro entfernt wurde, war der Mann vollständig genesen. Sein „Autopilot“ hatte die schmerzliche Erfahrung mit dieser Pflanze verknüpft, wenngleich die Rahmenbedingungen längst andere waren.  

Materielle Dinge können uns durchaus schaden, auch wenn uns das oft nicht bewusst ist.

Du solltest deshalb tatsächlich nur die Dinge im Haus und im Leben behalten, die dir gefallen und gut tun.

Und ganz abgesehen davon, gibt es beim „materiellen Ballast abwerfen“ noch einen weiteren positiven Effekt: 

Wenn du schon einmal eine zugestellte Garage oder einen zugemüllten Keller entrümpelt hast, KENNST du das gute und befreiende GLÜCKsgefühl ;) direkt danach. Entrümpeln BEFREIT- nicht nur SICHTBAR, auch SPÜRBAR. :) 

Last but not least gibt es noch einen ganz wesentlichen Bereich, der uns wie ein Klotz am Bein sein kann:

7. Prüfe dich auf Unvergebenheit.

Vielleicht fragst du dich gerade, weshalb du überhaupt vergeben solltest…   

Folgende wahre Begebenheit las ich dazu:

„Als die Familie des 16jährigen Brooks Douglass am 15.Oktober 1979 zu Abend essen wollte, hätte ihr Leben nicht normaler aussehen können.

Während seine Mutter kochte, bereitete sich sein Vater, ein Baptistenpastor, auf die Predigt vor, die er am folgenden Sonntag in Oklahoma halten wollte.

Brooks kleine Schwester Leslie deckte den Tisch. Sie war eine ausgesprochen hübsche 12jährige, die in diesem Jahr zur Miss Teen Oklahoma gewählt worden war. Das Leben dieser jungen Familie war gut.

Der Hund bellte und Leslie ging zur Tür. Dort stand ein Mann, der behauptete einen Nachbarn zu suchen, von dem die Familie nie gehört hatte.

Als der Mann bat, das Telefon zu benutzen, ließ Brooks ihn herein.

Kurz darauf stürmte ein zweiter Mann durch die Tür mit einem doppelwandigen Gewehr bewaffnet. Die beiden Männer zwangen die Familie auf den Boden des Wohnzimmers und fesselten und knebelten alle außer Leslie, die sie in den Nebenraum nahmen und über drei Stunden lang immer wieder vergewaltigten.

Die übrigen Familienmitglieder waren gezwungen, ihr verzweifeltes Schreien hilflos anzuhören. Als die Männer genug hatten, gingen sie in die Küche und aßen das Abendessen.   

Zwei weitere Stunden terrorisierten sie ihre Opfer und diskutierten, was sie als nächstes mit ihnen anstellen sollten. Dann erschossen sie sie. Pastor Douglass und seine Frau, gerade erst 43 und 39 Jahre alt, kamen ums Leben.

Mit 43 Dollar und den Eheringen des Paares verließen die Killer das Haus.

Die Kinder überlebten schwer verletzt. Sie blieben drei Wochen unter Polizeibewachung im Krankenhaus, aber ihre emotionale Heilung dauerte sehr viel länger.

Für Brooks war das Ereignis der Beginn einer Abwärtsspirale. Er schrieb sich in einer Universität ein, scheiterte aber sehr bald.

Er trieb sich in verschiedenen Staaten herum, und verfiel mehr und mehr dem Alkohol und der Depression. Hin und wieder arbeitete er. Er schloss eine Ausbildung auf dem College ab und wurde Immobilienmakler. Er heiratete, aber die Ehe zerbrach.

In den Jahren danach baute Brooks sein Leben langsam wieder auf, getrieben von dem Wunsch, die Mörder seiner Eltern vor Gericht zu bringen.

Schließlich machte er einen Abschluss in Jura und bewarb sich um einen Sitz im Senat des Staates Oklahoma, den er auch gewann.

Auf einer Tour durch die Strafanstalten begegnete Brooks im Februar 1995 Glen Ake von Angesicht zu Angesicht, einem der beiden Männer, die seine Eltern umgebracht hatten. Er bat den Wärter, mit dem Gefangenen in der Todeszelle sprechen zu dürfen.

Brooks stellte eine Frage: „WARUM haben sie das getan?“

Die beiden Männer redeten über eine Stunde miteinander. Glen war voller Reue und weinte während des ganzen Gesprächs.

Bevor er ging sagte Brooks zu Glen: „Ich vergebe Ihnen.“ 

„Als ich diese Worte aussprach, fühlte ich mich, als ob unten aus meinen Füßen Gift herausströmte. Das gehört zu den körperlich-fühlbarsten Phänomenen, die ich je hatte. Es war, als ob mir jemand eine Klammer vom Brustkorb genommen hätte. Ich fühlte, als könne ich zum ersten Mal seit 15 Jahren wieder frei atmen.“

Natürlich hätte Brooks durchaus weiter mit ansehen können, wie sein Leben in Zorn, Groll und Unversöhnlichkeit dahinschwand, wenn er nicht vergeben hätte. Er sagte, der Glaube, in dem ihn seine Eltern so bewusst erzogen hatten, habe ihm am Ende zum Frieden verholfen.

Freund, nicht zu vergeben ist wie Rattengift zu trinken und dann darauf zu warten, dass die Ratte stirbt.

Auch einige Bibelstellen helfen, die Gefahr von Bitterkeit, Groll und Unvergebenheit zu erkennen und uns zusätzlich zu motivieren, schnell zu vergeben.

Jesus sagt in Matthäus 6: „Wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, wird euer Vater im Himmel euch auch vergeben. Wenn ihr aber den Menschen nicht vergebt, wird euer Vater im Himmel euch eure Verfehlungen auch nicht vergeben.“ 

Was heißt das? Du kannst nicht erwarten, dass Gott dich segnet und deine Gebete erhört, wenn du Unvergebenheit in deinem Herzen hast. 

Zorn und Unvergebenheit sind Krafträuber, sie rauben DEINE Kraft, nicht die Kraft dessen, auf den du wütend bist.

Wenn du also vergibst, setzt du einen Gefangenen frei. Und dieser Gefangene bist du selbst.

In Lukas 23 lesen wir, wie Jesus gekreuzigt wurde und wie er, der sich freiwillig zum Opfer für alle Sünden machte, betet:„Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.“ 

Hast du dir schon einmal überlegt, ob es sein kann, dass der andere sich möglicherweise seiner Schuld gar nicht bewusst ist, wenn er dich verletzt? 

Es kann viele Gründe geben, dass der andere sich bei der Verletzung deiner Person sogar im Recht sieht und dies als absolut angemessen erachtet. Das bedeutet nicht, dass er tatsächlich im Recht IST, aber aufgrund seiner bisherigen Erfahrungen im Leben hat er ein bestimmtes Denkmuster im Kopf. Er weiß es dann einfach nicht besser. 

Wenn DU dann am Hass und an deiner Wut festhältst, schadest du dir nur selbst!

Ich weiß ja nicht, ob es dir schon aufgefallen ist: Dem Anderen ist es in der Regel ganz EGAL, ob du ihm vergibst oder nicht.  Oft ist ihm nicht einmal bewusst, dass du sauer bist. Er lebt so oder so gut weiter, ob du ihm vergibst oder nicht. 

Doch DU bindest dich und kettest dich an, wenn du nicht vergibst. DAS solltest du wissen.

Und deshalb empfehle ich dir: Mach Vergebung zu deinem Lebensstil.

Wir werden JEDEN Tag verletzt, bewusst und auch unbewusst. Das kannst du nicht verhindern. Aber du entscheidest, wie du darauf reagierst.

Wirf deinen Zorn, deine Wut ab. Es ist Ballast, der dir schadet.

Mach stattdessen Vergebung zu deinem Lebensstil.

Ballast abwerfen, Gewohntes loslassen und sich Neuem zuwenden – das ist eine Herausforderung, die uns so manches Mal in die Knie zwingt.

Wie gut ist es dann, wenn man nicht sich selbst überlassen ist, sondern auf guten Ratschlag zurückgreifen kann.

Freund, ich wünsche dir, dass du den Mut hast, Ballast abzuwerfen, wenn dies notwendig ist, um wirklich weiterzukommen oder auch, um echte Freude im Herzen zu haben, die unabhängig ist von der Tageslaune deines Ehepartners, von Kollegen oder irgendwelchen Umständen.

 

Von Herzen Anett Kladrowa & das God is good Team

Event-Tipp:

Am Sonntag, dem  29. Oktober 2017, 11 Uhr findet wieder der beliebte GOAL-Event im Esche-Museum in Limbach-Oberfrohna statt :) Mehr dazu findest du unter http://gottspric.ht/event/goal-on-sunday/ .

Wir freuen uns auf DICH und auf jeden Freund, Bekannten, Arbeitskollegen oder Nachbarn, den du vielleicht am 29.10. mitbringst. Gott segne dich überreich! 

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