Dein Gig-Kick für Juni 2016

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Hallo Freund, 

herzlichen Glückwunsch zum Kindertag! :)

Dem Alter bist du entwachsen...? Okay ;). 

Ich finde allerdings, dass "Kind sein" gar keine Frage des Alters ist. Denn egal wie alt du genau bist: Du wirst immer das KIND deiner ELTERN bleiben.

Nun, wie du ja weißt, ist der 1.Juni vielerorts mit Geschenken verbunden. Und deshalb will ich dir heute mit diesem Brief anlässlich DEINES Ehrentages auch etwas ganz Besonderes schenken. Lass dich einfach einmal überraschen. :)

Vielleicht hast du dir ja schon einmal gewünscht, du könntest die Zeit zurück drehen…? Wenn du also Lust hast, können wir jetzt gemeinsam sogar ganze 3.500 Jahre zurück reisen...Wow...;):

Damals hatte Mose das Volk Gottes aus der Sklaverei Ägyptens herausgeführt, um es nach Kanaan zu bringen. Nachdem Gott seinem Volk mehrfach übernatürlich geholfen hatte und große und ehrfurchterregende Wunder und Zeichen geschehen ließ, erreichten die etwa 600.000 Männer, dazu Frauen und Kinder ca. zwei Monate nach dem Auszug aus Ägypten die Wüste Sinai. Dort, am Berg Sinai, erhielten sie die Zehn Gebote. Diese nützen uns bis heute als Leitfaden für ein gelingendes Leben – quasi als Gebrauchsanleitung zum Glück. 

Manch ein Zeitgenosse verfügt bei diesem Thema über obsoletes Halbwissen und lehnt die Gebote vor diesem Hintergrund als "zu viele Vorschriften" oder "unangemessenen Eingriff in die persönliche Freiheit" ab. Da dies kein Phänomen unserer Zeit ist, hatte seinerzeit schon Albert Schweitzer die passende Antwort darauf als er sagte: 

„Worüber ich mich immer wieder wundere, ist dies: Es gibt auf der Welt über dreißig Millionen Gesetze, um die zehn Gebote durchzuführen.“ 

Ein weiser Mann, dieser Schweitzer… 

Wozu haben wir nun diese immense Zeitreise zusammen gemacht? Nun, eines dieser Gebote - das fünfte, um es genau zu sagen – lautet: 

Ehre deinen Vater und deine Mutter. Dann wirst du lange in dem Land leben, das der HERR, dein Gott, dir geben wird. (2.Mose 20,12)

Dieses Gebot wird auch noch einmal im Neuen Testament aufgegriffen (Epheser 6,1-3): „Ihr Kinder, gehorcht euren Eltern…. ehre deinen Vater und deine Mutter! Das ist das erste Gebot, das mit einer Zusage verbunden ist, mit der Zusage: Dann wird es dir gut gehen, und du wirst lange auf dieser Erde leben.“ 

Dabei gibt es einen Unterschied zwischen Gehorsam und Ehre. 

Gehorsam hat mit Taten zu tun. Das griechische Wort in Vers 1 ist TECHNON. Es beschreibt Kinder, die unter der Fürsorge Ihrer Eltern stehen. D.h., solange Kinder noch unter der Autorität der Eltern leben, sollen sie ihnen gehorsam sein.

Ehren hat mit EINSTELLUNG zu tun. Die Eltern ehren soll ich, solange diese leben. Beim Ehren der Eltern gibt es keine Altersgrenze.   

Wozu dient mir die Einhaltung des Gebots? Welchen Nutzen habe ich, wenn ich mein Leben danach ausrichte? 

Spr 20,27 (NLB) sagt: „Das Licht des Herrn durchdringt den menschlichen Geist und bringt selbst die geheimsten Gedanken an den Tag.“  

Was heißt das? Wir alle sind in unserer Persönlichkeit eine Einheit aus Körper, Geist und Seele. Wenn Gott uns nun erleuchtet (Erkenntnis schenkt), dann tut er das durch unseren GEIST. D.h., Gott spricht nicht mit uns durch unsere Gefühle oder den Verstand. 

„Wenn du deinen Vater oder deine Mutter verfluchst, wird das Licht deines Lebens in der Finsternis verlöschen.“ (Spr 20,20 –NLB) 

Wer also schlecht über seine Eltern spricht, dessen Leuchte wird erlöschen. Da der Geist eines Menschen die Leuchte Gottes ist (Spr.20,27 – LUTH), bedeutet das, dass dessen Geist dann finster wird. Eine solche Person hat folglich immer weniger geistliche Einsicht. Somit sieht sie Dinge nicht, die sie eigentlich sehen SOLLTE, weil ganz einfach die EINSICHT FEHLT.

„Es gibt Menschen, die ihren Vater verfluchen und ihrer Mutter nicht danken. Sie fühlen sich rein, sind aber schmutzig und ungewaschen. Sie sind grenzenlos hochmütig und sehen auf andere hinab.“ (Spr 30,11 ff – NLB) 

„Wer den Vater verspottet und die Mutter verachtet, dessen Augen werden die Raben am Bach aushacken und die jungen Adler fressen.“ (Sprüche 30,17-NLB) 

Das ist natürlich bildhaft gemeint, sonst wären wörtlich genommen die Straßen voller Raben. Es ist das geistliche Auge gemeint. Das Auge repräsentiert das, wodurch wir Erkenntnis gelangen. 

Raben sind die falschen Arten von Geistern. Diese erlangen dann Zutritt in unserem Leben, wenn die Beziehung zu unseren Eltern nicht stimmt. D.h., wenn wir geistlich einsichtsvoll sind (uns also auch unter das Gebot Gottes stellen und die Eltern ehren), können wir die Stolperfallen des Teufels vermeiden, denn wir sehen und erkennen Dinge, Zusammenhänge und Fallen, die wir sonst nicht sehen würden. 

Wenn wir den Eltern gehorchen (solange wir unter ihrem Dach leben) und sie ehren (lebenslang- egal wo wir wohnen), dann hilft das unserer Leuchte. Wir verstehen Gott, wenn er mit uns spricht, wenn er uns leitet, wenn er uns vor Stolperfallen und Intrigen warnt, wenn er uns lenkt.

Was genau bedeutet es, Vater und Mutter zu ehren? 

Indem ich ihre Worte und Ratschläge als wertvoll erachte (das hebräische Wort für ehren im 2.Mose und 5.Mose bedeutet: Gewicht beimessen) und indem ich dankbar bin für ihre Opfer und Leistungen ehre ich meine Eltern (vgl. Sprüche 23,22).

Eltern verdienen es, dass wir ihnen danken. Sie haben uns durch die Schule gebracht, uns Kleidung und Essen gekauft (unter Umständen einen Zweitjob gehabt, um alle satt zu bekommen), sind nachts aufgestanden, wenn wir geweint haben, schlugen sich die Nächte um die Ohren, wenn wir krank waren. Durch sie lernten wir Fähigkeiten im Haushalt; ihnen verdanken wir handwerkliche Fertigkeiten.

Viele Menschen sind ihren Eltern von Herzen dankbar,... aber niemand weiß es, außer sie selbst. 

Ich hörte einmal, wie ein Pastor (dem ich übrigens die maßgeblichsten Eindrücke dieses Briefes verdanke) von einer Beerdigung berichtete, die er leitete. Er erzählte, dass der Sarg noch offen war als ein Junge weinend herantrat und einen Zettel in den Sarg warf. Der Pastor fragte, was denn das bedeuten solle. „Ich wollte damit meinen Vater um Vergebung bitten, weil ich ihn nie geehrt habe“, antwortete der Junge. "Dafür ist es jetzt spät", erklärte der Pastor. "Das hättest du eher tun sollen." 

Mich bewegte diese Geschichte außerordentlich und sie berührte mein Herz zutiefst. Mir wurde klar, dass auch ich meinen Eltern zwar dankbar war, ihnen dies aber noch nie wirklich gesagt hatte. 

Ich beschloss deshalb, meinen Eltern einen Brief zu schreiben. Das ist jetzt vielleicht vier oder fünf Jahre her. Ich fing einfach an und durchleuchtete mein Leben auf besondere Momente…Momente, die ich als ganz selbstverständlich abgetan hatte, die aber des Dankes absolut wert waren. 

Mein Vater hat mir z.B. einmal im Urlaub einen Stock geschnitzt, den ich als Wanderstock benutzte - ich war damals sechs Jahre alt und ich fand das großartig. Oder meine Mutter hat mir ein paar rote Sandalen gekauft – da war ich vielleicht fünf - ... Was habe ich diese Dinger geliebt… :) Das sind nur zwei von unzähligen Beispielen, die mir erst nach und nach einfielen, als ich einmal ganz in Ruhe und bewusst darüber nachdachte… 

Mein DANKE wurde ein mehrere Seiten langer Brief, den sie dann eines Tages in ihrem Briefkasten fanden.;) 

Einige Zeit später war ich zu Besuch bei meinen Eltern. Sie haben in einem ihrer Schränke einen Schub, in dem sie besonders wertvolle Dokumente und Papiere aufbewahren. Meine Mutter wollte mir etwas zeigen und suchte in diesem Schub danach. Ich stand daneben und während sie darin wühlte sah ich, wie dieser Brief von mir auch darin lag: ...Er lag bei den besonders wertvollen Dokumenten“. :)

Wir sollten unsere Eltern ehren und ihnen sagen, wofür wir ihnen danken solange wir dazu die Gelegenheit haben.

Auch sollte es selbstverständlich sein, in Respekt mit ihnen sprechen.

Manchmal hört man Kinder zu ihren Eltern sprechen wie zu abgelatschten Kumpels. Sicher muss man keine förmlichen Titel verwenden, um sie anzusprechen. Aber man kann und sollte dennoch respektvoll mit den Eltern sprechen, auch bei möglicherweise herausfordernden Themen. (Spr 30,11ff) 

Unsere Eltern zu ehren sollte selbstverständlich für uns sein, unabhängig davon, ob es leicht oder schwer ist.

Vielleicht fragst du dich, was aber ist, wenn die Eltern einen miesen Job in der Erziehung leisten, sich vielleicht sogar brutal verhalten oder missbrauchend? Oder was gilt, wenn die Eltern alles tun, um ihr Kind respektlos zu behandeln?

Wie ehrt man solche Eltern? 

Ganz sicher ist das nicht leicht, wenn tatsächlich nicht viel Gutes vorliegt. Aber in der Regel beginnt dann alles mit einem Wort: Vergebung.

Freund, ich ermutige dich, einmal ganz bewusst und in Ruhe darüber nachzudenken, welche ganz praktischen Möglichkeiten du siehst, um deine Eltern künftig noch besser zu ehren.

Sei behütet und gesegnet!

LG Anett Kladrowa & das God is good Team

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