Dein Gig-Kick für Mai 2016

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Hallo Freund,

„Ich werde diese furchtbaren Schmerzen nicht los“, erklärte eine Frau. Es ist wie ein Dröhnen in meinem Kopf und liegt wie ein Sandsack auf meinen Schultern. Nachts kann ich nicht schlafen, weil meine Gedanken sich im Kreis drehen…meistens um dieses bestimmte Thema von damals…“. Alle Medikamente und Therapien blieben bislang erfolglos. 

So wie dieser Frau geht es tagtäglich vielen Menschen. Sie wurden verletzt, hintergangen und betrogen, missbraucht oder ausgenutzt. Diese Ereignisse können schon viele Jahre zurückliegen, manchmal stecken die Leidtragenden auch gerade mittendrin. Neben dem lähmenden Gefühl der Enttäuschung und des Schmerzes gesellen sich nicht selten Wut oder Hass hinzu. Die Betroffenen kommen oft nicht über das Erlebte hinweg. Häufig werden sie zudem von Selbstvorwürfen noch zusätzlich gequält. Einen Ausweg aus der Misere scheint es nicht zu geben. 

Wer dann vielleicht (zumindest ab und zu) eine Kirche besucht, bekommt unter Umständen beim „Vater unser“ spätestens an der Stelle ein flaues Gefühl, wenn es heißt: „…Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir denen vergeben haben, die an uns schuldig wurden. …“ (Matthäus 6,12 – NGÜ - Zitiert wird traditionell die alte und nicht mehr umgangssprachliche Formulierung der Lutherübersetzung, die inhaltlich jedoch absolut identisch ist.) 

Nun, dass man selbst schon genug Bockmist geschossen hat und noch immer schießt und somit auf Vergebung angewiesen ist, dessen sind sich die meisten durchaus bewusst. Der Teil „Vergib uns unsere Schuld“ ist ihnen allgemein schon wichtig.

Aber der Rest scheint absolut unmöglich. Als zutiefst verletzter und enttäuschter Mensch ist es uns oft einfach UNVORSTELLBAR, den „Übeltätern“ ihre miesen Aktionen auch noch zu VERGEBEN... nachdem man doch schon schmerzlich darunter leiden musste und noch immer muss! 

Vergebung ist eines der zentralen Themen der Bibel mit absoluter Priorität. Gleichzeitig gehört es zu den größten Herausforderungen unseres Lebens. Denn Vergebung basiert nicht auf einem Gefühl, sondern wird durch eine willentliche Entscheidung begründet >> D.h.: Ich beschließe willentlich, jemandem zu vergeben... oder ich lasse es halt.

Jesus sagt im Matthäus- Evangelium Kapitel 6, Verse 14 und 15 (NGÜ): Wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, wird euer Vater im Himmel euch auch vergeben. Wenn ihr aber den Menschen nicht vergebt, wird euer Vater im Himmel euch eure Verfehlungen auch nicht vergeben."

Das will man doch aber in dem Moment gar nicht wirklich hören… Stattdessen schreit es möglicherweise sogar nach Rache und Vergeltung aus der Tiefe des mit Füßen getretenem und gebrochenen Herzens…. 

Folgende wahre Geschichte von der Aufnahme in eine studentische Bruderschaft las ich einmal:

Zunächst betrinken sich alle. Dann nehmen sie die Neuen und stellen sie auf die Straße. Man verbindet ihnen die Augen und schließlich rast jemand im Auto mit 160 Sachen auf sie zu.

Wenn das Auto näher kommt, reißen sie sich irgendwann die Augenbinde runter und rennen von der Straße. Und derjenige im Auto weiß auch, dass sie wegrennen werden. Das war ihr Aufnahmeritual.

Aber einmal blieb ein Junge einfach stehen und wurde überfahren. Er war sofort tot.

Doch das war nicht der BEGINN der Geschichte. Sie geht eigentlich so:

Da war ein Mann, der war bei der Arbeit immer schlecht gelaunt. Er fehlte viel, nahm Drogen und trank zu viel. Schließlich wurde er gefeuert. Und das war schon der dritte oder vierte Job, den er verlor.

Irgendwann bekam er den Job zurück. Aber er war zu diesem Zeitpunkt ein völlig anderer Mensch; er war nicht mehr schlecht gelaunt, nahm keine Drogen mehr und trank nicht mehr. Es war, als hätte ihn vorher eine dunkle Wolke umgeben, die nun weg war.

Ein Arbeitskollege sagte zu ihm: „Ich war früher schon da – ich habe dich gekannt. Du hattest es verdient, gefeuert zu werden! … Aber jetzt bist du anders.... Was ist passiert?" 

Und dann erzählte der Mann die Geschichte und sagte: „Ich war in einer studentischen Bruderschaft und das war unser Aufnahmeritual. Ich war mit fahren dran. Ich hatte den Jungen überfahren und das letzte, was ich gesehen habe, war sein entsetztes Gesicht.

Das hat mein Leben zerstört. Ich habe das College abgebrochen. Ich begann Drogen zu nehmen und zu trinken und es hat mich die ganze Zeit verfolgt. Ich hatte jede Nacht Albträume deswegen. 

Aber vor kurzem klopfte es an meine Tür. Es war eine Frau. Ich kannte sie nicht. Sie stellte sich als die Mutter des Jungen vor, den ich überfahren hatte. Ich ließ sie rein. Und dann sagte sie: „Viele Jahre wünschte ich, Sie seien tot! Ich habe Sie GEHASST! Aber kürzlich bin ich Christ geworden. Gott hat meine ganze Schuld vergeben, obwohl ich es nicht verdient habe. Er hat mir gezeigt, dass ich IHNEN vergeben muss. Ich HABE Ihnen vergeben und verziehen. Und ich habe Gott gebeten, dass er Ihnen verzeiht. Dann habe ich Sie gesucht und bin hergekommen, um Ihnen zu sagen, dass ich Ihnen vergeben habe.“

Und ich werde nie vergessen, was der Mann zu seinem Arbeitskollegen sagte. Er sagte: „Als ich der Frau in die Augen schaute, sah ich, dass sie es ernst meinte. Ich sah in ihren Augen die Erlaubnis, DER Mann zu sein, der ich gewesen wäre, wenn ich nicht ihren Sohn tot gefahren hätte.“ 

Vergebung befreit Menschen.   

Vielleicht fühlst auch du dich von einer Person verletzt, ausgenutzt und missbraucht. Oder es gibt in deinem Umfeld jemanden, dem alles zuzufallen scheint, was du dir mühsam erkämpfen musst oder niemals erreichen wirst. Das findest du nicht fair! 

Lass nicht zu, dass sich diese Wunden in deinem Herzen noch länger ausbreiten wie ein bösartiges Geschwür. Neid, Wut und Hass sind parasitär. Wenn sie sich einmal in dir fest gebissen haben, werden sie nie freiwillig mal „einfach so“ wieder verschwinden. Freund, du musst aktiv werden, wenn du sie loswerden willst! Tust du das nicht, werden dich diese Parasiten immer mehr gefangen nehmen und deine Haltung und damit auch dein Verhalten beherrschen. Vergib dieser Person (auch wenn du dich vielleicht im Recht fühlst) und lass dich gesund machen. 

Gott spricht: „Ich bin der Herr, dein Arzt.“
(2.Mose 15,26- Luther)

Durch Vergebung kann Frieden in dein aufgewühltes, geschundenes und verletztes Herz einziehen und Heilung geschehen. Das, was vielleicht wie ein Sandsack auf deinen Schultern lastete und dich an manchen Tagen fast unerträglich zu Boden zu drücken schien, wird dir dann abgenommen. Die Last der Verletzung trägt ab dann ein anderer: Jesus Christus. Und der hat genug Kraft, um damit fertig zu werden.

Solange du nicht vergibst, trägst du ein Gefängnis von Hass mit dir herum. Aber: 

„Wenn du jemandem vergibst, setzt du einen Gefangenen frei. Und dieser Gefangene bist du selbst.“ ( Bayless Conley, Pastor)

JEDER Mensch hätte die Todesstrafe verdient. Jesus hat dich begnadigt. Das allein ist schon Grund genug, den anderen zu lieben so wie er ist. Und es ist zugleich Bedingung dafür, dass du deine Begnadigung nicht leichtfertig verschenkst (so wie Esau sein Erstgeburtsrecht für einen Teller Linsensuppe verschenkte… Menschen tun manchmal recht eigenartige Dinge).

Wem viel vergeben wurde, der liebt auch viel.  (Lukas 7,47) Freund, mehr als dir und mir vergeben wurde und noch vergeben wird, geht nicht. :) Sei dir dessen immer bewusst.

"Wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, wird euer Vater im Himmel euch auch vergeben. Wenn ihr aber den Menschen nicht vergebt, wird euer Vater im Himmel euch eure Verfehlungen auch nicht vergeben." 

Deshalb habe ich für mich erkannt:

Vergeben ist durchaus nicht einfach, aber der Preis, NICHT zu vergeben, ist zu hoch - DAS kann ich mir nicht leisten.   

Wenn du willst, dann bete in den nächsten Tagen doch einmal ganz gezielt dafür, dass Gott dir zeigt, wo es in deinem Leben Unvergebenheit (Hass, Wut, Neid) gibt. Und dann ermutige ich dich, willentlich zu vergeben.  

Nicht zu vergeben ist wie Rattengift zu trinken, um dann darauf zu warten, dass die Ratte stirbt. 

Wer jedoch zu vergeben beginnt, macht eine ganz wunderbare Erfahrung: Was ihn beschwerte, springt von ihm ab. :))

In diesem Sinne bete ich für dich und wünsche dir einen wirklich WUNDERbaren Monat Mai.

Liebe Grüße deine Anett Kladrowa & das God is good Team 

PS: Wenn du Lust hast, schlage einmal deine Bibel auf in Matthäus 18. In den Versen 23-35 lernst du den Schuldner kennen, der Barmherzigkeit erfährt, aber selbst nicht gewährt. Ziemlich eindrückliche Story, wie ich finde. ;)

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