Dein Gig-Kick für März 2015

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Hallo Freund,

bist du abergläubisch?

Kein Thema? ... dachte ich auch ;) ...bis ich kürzlich beim Frisör hörte, wie eine Frau einen Termin vereinbaren wollte und die Frisörin ihr den 13. anbot. Die Kundin bestätigte, woraufhin sich die Frisörin noch einmal "absicherte", indem sie fragte: "Das ist aber FREITAG, der 13.! Ich weiß ja nicht, ob sie abergläubisch sind..." Nun, sie war es offenkundig nicht, denn der Termin wurde gebongt. Lachend versicherte die Frisörin ihrer Kundin noch, dass sie selbst auch kein Problem damit habe, bevor sie sich "...dann bis zum 13." verabschiedete.

"Komisch...", dachte ich, "...keiner ist es und trotzdem wird es permanent thematisiert." Findest du es nicht auch etwas eigenartig? Obwohl dieses Thema angeblich keinen wirklich tangiert (zumindest kenne ich niemanden persönlich, der sich diesbezüglich als "abergläubisch" outet), fiel mir auf, dass ungeachtet dessen die Kombination von "Freitag" und der Zahl "13" im Innersten vieler Menschen - nahezu unbewusst ablaufend - offenbar doch eine ganz eigene Dynamik zu entwickeln scheint. Oder hat dich schon einmal jemand explizit bei einer Terminierung darauf hingewiesen, dass es sich bei dem avisierten Datum "... aber um einen DONNERSTAG, den 5." handelt? Na, wohl eher nicht. :)

Was denkst du: Stimmt es tatsächlich, dass kaum jemand abergläubisch ist oder lügen sich die meisten Menschen bei derartigen Aussagen - möglicherweise ohne es zu bemerken - selbst in die Tasche? Eine berechtigte Frage, wie ich finde. Oder wie sonst ist es zu erklären, dass renommierte Airlines keinen Sitzplatz 13 ausweisen, dass namhafte Reedereien ihre Kreuzfahrtschiffe ohne Deck Nummer 13 durch die Meere schippern oder in Hotels auf Stockwerk 12 die Nummer 14 folgt? Zimmer Nummer 13 sucht man dort dann selbstverständlich in jeder Etage vergebens.

Ursache ist aussagegemäß hierbei tatsächlich die abergläubische Angst vieler Menschen vor der Zahl 13 - auch Triskaidekaphobie genannt. In diesem Zusammenhang gilt Freitag, der 13. als gefürchtetes Datum. Man spricht hier von einer Paraskevedekatriaphobie. Mir geht es heute nicht um die Ursachen dieser Phobien. Fakt ist, dass diese Formen des Aberglaubens verbreiteter sind als weithin angenommen (und als sie zugegeben werden), dass sie aber ungeachtet dieser "Massenbewegung" weder statistisch begründbar noch gesund sind. 

Ja, ja... die LIEBE Zahl 13.... ;)

Dabei gibt es doch im Zusammenhang mit dieser Zahl so viele Argumente, die regelrechte Glücksgefühle in uns auslösen könnten. Bist du an Faktenfutter interessiert? Voilà! 

Mir ist aufgefallen, dass alle Evangelien übereinstimmend von den 12 Jüngern sprechen, die stets mit Jesus zusammen unterwegs waren. JESUS war somit sozusagen der 13. in diesem Team. Und welcher Typ war er innerhalb dieser Gruppe? Darüber erfahren wir etwas in Joh.15,13 (NGÜ) :

"Niemand LIEBT seine Freunde mehr als der, der sein Leben für sie hergibt."

Dieser 13. war ein echter Teamplayer. Anstatt den großen Boss heraushängen zu lassen, gab er freiwillig sein Leben für seine Freunde. Er opferte sich absolut selbstlos, denn anderenfalls wären (wir) alle gestorben. Und was wissen wir über seine Motivation? Sein Antrieb war die Liebe. Liebe ist gleichzeitig auch sein maßgebendes   Wesensmerkmal. (1.Joh. 4,16). Jesus verkörperte zu seinen Lebzeiten hier auf der Erde für alle visuell wahrnehmbar und erlebbar die wahre, die echte Liebe. Was das genau bedeutet, wird uns in unserer Bibel im 1. Korintherbrief 13 ,1-13  super erklärt. Und im Vers 13 dieses 13. Kapitels erhalten wir darüber hinaus auch noch die hochinteressante Info über die Lebensdauer echter Liebe:

"Was für immer bleibt, sind Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei. Aber am größten von ihnen ist die Liebe." (NGÜ) 

Möglicherweise durchlebst du heute gerade ziemlich stürmische Zeiten. Vielleicht droht deine Ehe zu zerbrechen, oder die Entwicklung deiner Kinder macht dir Sorgen. Unter Umständen leidest du gerade unter erschwerten kollegialen Beziehungen im Job oder du bist verärgert und empfindest Wut, wenn du an einen Freund oder Mitschüler denkst. Egal, welche Art von Beziehung dir das Leben eventuell gerade schwer macht - 1. Korinther 13 kann der Schlüssel für die Lösung deines Problems sein.

Wie das? Nun, wenn du dir gesunde und dauerhafte Beziehungen wünschst, dann ist LIEBE dafür so wichtig und unentbehrlich wie die Luft zum Atmen. Das gilt übrigens für alle Menschen - unabhängig von einem optionalen Glaubenshintergrund, auch wenn die Liebe gleichzeitig das Kernstück des christlichen Glaubens ist.

Und wenn ich jetzt von Liebe spreche, dann geht es mir um die echte, die wahre Liebe.

Sie unterscheidet sich signifikant von dem, was im allgemeinen vermeintlich unter Liebe verstanden wird, von der "prostituierten Liebe". Diese ist, genau betrachtet, letztlich käuflich. Wie meine ich das? Ich "liebe" dich, ...wenn du dies oder jenes tust, ...wenn du dich soundso verhältst, ...wenn du mir dies und das gibst…wenn du mich dies und jenes tun lässt...

Diese "Liebe" ist an Bedingungen geknüpft. Und wenngleich sie ziemlich verbreitet ist, ist sie nicht echt. Es ist falsch verstandene Liebe, denn in Wahrheit verbirgt sich dahinter ein Geschäft. Diese "Liebe" ist mit Erwartungen verknüpft. Sie fordert vom anderen.

Solch eine "Liebe" hat keinen dauerhaften Bestand. Sie bleibt NICHT für immer, sondern sie ist zeitlich begrenzt und abhängig. 

ECHTE Liebe ist gewaltig und groß. Sie lässt sich durch kein Hindernis aufhalten und kann jeden Widerstand überwinden. 

Wer einmal liebt, wirklich liebt, liebt tief im Herzen und das für alle Zeit.

Dabei sind Enttäuschungen inklusive. Diese Erfahrungen gehören dazu. Ein gutes Beispiel für diese Wahrheit ist Mose.

"Mose dachte, seine Landsleute würden verstehen, dass es Gottes Plan war, sie durch ihn (Mose) zu retten, aber sie verstanden es nicht." (Apg 7,25; NGÜ ) 

Obwohl Mose am Hof des Pharaos aufgewachsen war, hatte er seine ABSTAMMUNG nicht vergessen. Er gehörte zum Volk Israels. Deshalb brannte tief in seinem Herzen diese unbändige Liebe und Sehnsucht nach seiner WAHREN "Familie". Am Hof des Pharaos war er nicht wirklich zu Hause. Das spürte er innerlich. 

Von dieser göttlichen Liebe entzündet und motiviert, litt Mose mit seinem Volk, als er erkannte, wie es von den Ägyptern unterdrückt wurde. Als dann einem seiner Brüder vor seinen Augen Unrecht angetan wurde, meinte Mose es gut, als er ihm beistand. Doch dann kam die große Enttäuschung. Denn ausgerechnet die Israeliten erkannten die wahren Hintergründe seines Handelns nicht und distanzierten sich sogar von Mose. 

Ungeachtet der Schmach, die Mose dadurch auf sich nahm, liebte er dieses Volk weiterhin. Denn sein Blickwinkel basierte auf Gott und seinen Verheißungen. (Hebr. 11, 24 ff) Die Herausforderung für Mose bestand darin, die enttäuschende Tatsache, dass die Israeliten seine Hilfe ablehnten, aus Gottes Hand anzunehmen. Und er musste lernen und anerkennen, dass er Israel nicht aus seiner eigenen Kraft heraus befreien konnte. 

Auffallend ist an dieser Stelle die innere Haltung Moses: Obwohl er körperlich noch in Ägypten war, hatte er sich in seinem Herzen bereits FÜR die Israeliten entschieden. In seinem Geist hatte Mose Ägypten schon verlassen. Gottes Liebe - ausgegossen in Moses Herz - war der Grund dafür. 

Hier können wir sehr gut erkennen, dass echte Liebe nicht den Gepflogenheiten und der Logik dieser Welt folgt. Denn wahrscheinlicher - weil logischer nach weltlichen Maßstäben - wäre es gewesen, wenn Mose versucht hätte, den Luxus seines Lebens bei den Ägyptern aufrecht zu erhalten. Viele Privilegien waren bekanntlich damit verbunden gewesen, … Reichtum, Ehre und Macht. Doch auf all das verzichtete Mose ganz bewusst - weder der mondäne Palast noch der damit verbundene Einfluss nebst Reputation vermochten ihn aufzuhalten. Denn die Liebe Gottes zu seinem Volk in Moses Herzen war größer als der Wunsch nach diesen weltlichen (und letztlich irgendwann allesamt vergänglichen)  Annehmlichkeiten. 

"… Denn stark wie der Tod ist die Liebe und ihre Leidenschaft  so unentrinnbar wie das Totenreich. Ihre Glut lodert wie Feuer; sie ist eine Flamme des Herrn. Große Wassermassen können die Liebe nicht auslöschen, Ströme sie nicht überfluten. Und wenn einer seinen ganzen Besitz her gäbe, um sich die Liebe zu erkaufen, so würde man nur über ihn spotten. " (Hoheslied 8,6-7; NLB)

Liebe ist so stark wie der Tod: d.h. mit großem Eifer, beharrlich und unerbittlich wie der Tod verfolgt sie ihr Ziel. 

Sie kann weder von der Zeit noch von einer Katastrophe zerstört werden. Sie kann nicht gekauft werden, weil sie FREIWILLIG GEGEBEN wird. Die Liebe ist UNBEZAHLBAR und auch der reichste König kann sie nicht erwerben.

Ich ermutige dich heute, wahrhaftig zu lieben, falls du in diesem Bereich noch ausbaufähige Potentiale bei dir erkennst. Es ist ein echter Gewinn für dich ganz persönlich und für die Menschen, mit denen du in Beziehung stehst. 

Ein erster, praktischer Schritt, um ECHT lieben zu lernen, kann es sein, einen Monat lang mindestens EIN Mal am Tag die Definition der LIEBE Gottes aus dem Korintherbrief Kapitel 13 LAUT zu lesen. Das klingt jetzt vielleicht ziemlich klein und unbedeutend. Aber das Gegenteil ist der Fall, wenn du anstelle des Wortes "Liebe" dich selbst dafür einsetzt:

"Ich bin geduldig. Ich bin freundlich. Ich kenne keinen Neid, ich spiele mich nicht auf, ich bin nicht eingebildet. Ich verhalte mich nicht taktlos, ich suche nicht den eigenen Vorteil, ich verliere nicht die Beherrschung, ich trage keinem etwas nach. Ich freue mich nicht, wenn Unrecht geschieht, aber wo die Wahrheit siegt, freue ich mich mit. Alles ertrage ich, in jeder Lage glaube ich, immer hoffe ich, allem halte ich stand."  (nach 1. Kor. 13, 4-7; NGÜ)

Das Potential, SO zu lieben, besitzt du - nebenbei bemerkt - bereits: Im Römerbrief 5,5 (LUTH) wird uns bestätigt, dass diese Liebe Gottes BEREITS in unseren Herzen ausgegossen IST. Und wie bei jeder anderen Begabung auch, ist es nun an dir, dieses Potential in dir zu aktivieren, freizusetzen und im Alltag zu trainieren.

Und offen gesagt: Kneifen gilt nicht! ;) Auch Ausflüchte bringen dich nicht weiter. Denn vor obigen Hintergrund ist es an sich fast schon überflüssig zu erwähnen, dass wir bekanntlich mit ALLEN unseren Talenten auf diese Art und Weise verfahren müssen, wenn wir ERFOLG haben wollen. Willst du Erfolg haben?

Dann gibt es keine Ausnahme - am Freisetzen und Trainieren führt kein Weg vorbei: Erinnere dich einmal - schon als kleiner Knirps hast du fleißig "trainiert", um laufen zu lernen. Von diesem ehrgeizigen Ziel konnten dich damals auch zahlreiche Zwischenlandungen auf deinem Hintern nicht abhalten ;). Auch beim Lernen des kleinen Einmaleins musstest du deine "grauen Zellen" erst einmal aktivieren, deine Begabungen freisetzen und dann trainieren. Und wenn deine individuelle Begabung vielleicht nicht primär in Mathe lag, dann halt auf irgendeinem anderen Gebiet.

Im Bereich der echten Liebe haben wir - wie bereits aus Rö. 5,5 gehört - allerdings ALLE genau die GLEICHEN, guten Veranlagungen und Voraussetzungen. Aber wir müssen sie nutzen und das Richtige damit tun. Es ist nicht immer einfach, aber uneingeschränkt lohnenswert. Absolut.  

Maximale Erfolge wünsche ich dir dabei! :) 

Von Herz zu Herz, Anett :) 

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