Dein Gig-Kick für September 2014

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Hallo Freund,

kennst du das: du hast gerade einen richtig guten Lauf und dann – wie der sprichwörtliche „Blitz aus heiterem Himmel“ schlägt etwas in deinem Leben ein. Das können z.B. eine schlechte Nachricht, Ärger im Job oder eine Krankheit sein, vielleicht aber auch akute Probleme innerhalb der Partnerschaft und Familie, Streit, Kränkungen, Wut, Verletzungen und Enttäuschungen… Nicht selten sind derartige „Einschläge“ in unserem Alltag derart stark, dass es sich anfühlt, als wolle uns der Boden unter den Füßen weggleiten.

In solchen Momenten ist es wichtig, mit welchem Blickwinkel du deine Situation betrachtest.

Mir fällt dazu eine Story ein, welche ich vor Jahren von einem amerikanischen Pastor hörte. Ich erinnere mich, wie er über sich selbst berichtete:  

"An einem freien Tag machte ich mit meinem Sohn Harrison in den Bergen einen Ausflug. Er war damals ca. acht Jahre alt. Wir hatten in unserem Rucksack etwas Proviant eingepackt und freuten uns darauf, gemeinsam Zeit zu verbringen. Während wir so liefen und kletterten, hatten wir viel Spaß zusammen. Dann kamen wir durch eine Schlucht mit einem kleinen Fluss. Rechts und links von uns ging es steile Felswände hinauf. Wir beschlossen, die Schlucht zu verlassen und nach oben zu klettern. Das funktionierte sehr gut. Als wir fast oben waren, machte das Gestein einen Absatz. Ich konnte gerade so darüber greifen, um mich dann nach oben zu ziehen. Die Arme meines Sohnes waren zu kurz, um ohne Hilfe den Gipfel erreichen zu können. So kletterte ich also vor und wies Harrison an, zu warten, bis ich oben bin. Ich würde ihm dann meine Hand reichen und ihn zu mir nach oben ziehen. Oben angekommen war ich beeindruckt von der Aussicht und von der Tiefe der Schlucht. Es ging sehr tief und steil nach unten. Ich streckte meinen Arm nach unten und rief Harrison zu, dass er meine Hand ergreifen soll. Er sah mich an, nickte und griff fest zu. Gerade als ich begann, ihn hochzuziehen, drehte er seinen Kopf und sah nach unten. Er begann sofort zu wimmern: `Papa... ich habe Angst...! Es ist so tief...!` Ich rief: `Harrison, sieh MICH an!` Doch Harrison jammerte weiter: `Papa,... ich kann nicht mehr! Ich habe keine Kraft mehr! Papa...! Ich kann mich nicht mehr halten! Papa...!! Ich rutsche ab!! Papa...!!!` Ich merkte, wie sein Griff tatsächlich lockerer wurde und ich schrie ihn an: `Harrison! Harrison! Sieh MICH an! Schau hoch zu MIR! Sieh MICH an!!` Da wendete er seinen Blick weg vom Abgrund und sah mich an. Ich sagte zu ihm: `Du hältst dich jetzt an mir fest und ich ziehe dich herauf.` So konnte ich ihn sicher nach oben bringen."

Ich glaube, aus dieser Erfahrung können wir alle eine Menge lernen. Als Harrison seinen Blick auf den Abgrund richtete, raubte ihn das Kraft. Das redete er sich nicht nur ein, denn sein Vater bestätigte: sein Griff wurde spürbar lockerer. Erst als er seinen Blick wieder nach oben zu seinem Vater richtete, war die Hilfe möglich, die ihn ans Ziel brachte.

D.h., wann immer du in einer schwierigen Situation bist oder in einer Krise festzustecken scheinst, hast du mindestens zwei Optionen:

• Du kannst dich uneingeschränkt auf dein Problem mit allen tatsächlichen und allen möglicherweise noch kommenden Folgeproblemen und Sorgen fokussieren. Dieser Blickwinkel raubt dir jedoch Kraft. Er zieht dich regelrecht „herunter“ und birgt die Gefahr, dass du dich in deinen Problemen noch stärker „verstrickst“. Nur allzu leicht rutscht man dabei immer tiefer in die Grube des Selbstmitleids und ein Ausweg aus der Misere wird somit zunehmend komplizierter und schwieriger. Vielleicht hast du das ja auch schon erfahren oder durchlebst es gerade.   

• Alternativ dazu kannst du deinen Blickwinkel vom Problem weg richten. Das ermöglicht es dir, nach Lösungsalternativen Ausschau zu halten. Das bedeutet nicht, dass du das Problem gemäß eines Vogel- Strauß- Verhaltens ignorieren sollst. Es bedeutet auch nicht, in geheuchelter Unbeschwertheit eine Fassade vor dir selbst und anderen aufzubauen und zu publizieren: „Ach… mir geht es doch gut… alles OK... eigentlich ist doch alles soweit OK...“ Nein - denn das Problem IST ja real! Es WIRD sich NICHT automatisch in Luft auflösen nur weil du es zu ignorieren versuchst. Was bedeutet es also dann?

Schauen wir doch dazu einmal gemeinsam in Psalm 121. Was lesen wir dort?

"Ich schaue hinauf zu den Bergen - woher wird meine Hilfe kommen? Meine Hilfe kommt vom Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat."   

Was meint der Psalmschreiber damit? Wenngleich du im Bewusstsein der Existenz deines Problems dennoch deinen Blickwinkel von diesem weg nach oben richtest, wird dein Fokus automatisch vom Problem auf die LÖSUNG gelenkt. Der Blick nach oben, das konkrete Gebet zu Gott, sollte deine erste Wahl in derartigen Situationen sein, wenn du Hilfe brauchst.

So, wie man ganz automatisch ein Pflaster sucht, wenn man sich verletzt hat, suche ich inzwischen ganz automatisch Gottes Hilfe, wenn meine Seele verletzt wurde. Das kann ad hoc manchmal fürs Erste ein kurzes Stoßgebet sein. Ich habe die gute Erfahrung gemacht, dass ich durch diese „Erste- Hilfe- Maßnahme“ schon im ersten Anlauf davor bewahrt werde, im Strudel des Selbstmitleids zu ertrinken oder tiefer in das sprichwörtliche Gefühlsloch zu rutschen. Gebet fungiert dabei wie ein Rettungsring - der einzige übrigens, welcher dauerhaft lösungs- und zielorientiert trägt.

Natürlich bist du frei in deiner Entscheidung, ob du diesen Tipp ausprobieren und umsetzen willst oder nicht. Letzteres bedeutet allerdings, es ein bisschen einem Ertrinkenden im Meer gleich zu tun, der sich weigert, den ihm zugeworfenen Rettungsring zu fassen. Ganz realistisch betrachtet HAT ein Ertrinkender keine Wahl mehr. Er MUSS diese Chance ergreifen, wenn er überLEBEN will. 

Vielleicht ist es dir gar nicht vertraut zu beten oder du bist dir unsicher, wie du das anstellen kannst. Das Beste ist, du stellst dir beim Beten vor, du sprichst mit deinem besten Freund. Mit dem kann man bekanntlich zum einen ALLES besprechen. Außerdem kann man einem besten Freund alles genau SO sagen, wie einem der Schnabel gewachsen ist, genauso, wie es gerade auf dem Herzen brummelt.

So rede ich übrigens mit Jesus, denn Jesus IST mein bester Freund. Und wenn ich nicht mal eben nur mein Herz ausschütten will, sondern echte Antworten und Tipps erwarte, dann funktioniert das auch ganz easy - eben wie im alltäglichen, menschlichen Miteinander: indem ich bereit bin, Zeit zu investieren, um zuzuhören, entsteht aus einem Monolog ein Dialog. Jesus antwortet IMMER. Das kann über ganz unterschiedliche Wege geschehen, aber er tut es. *

Jesus ist immer da, um uns zu trösten und zu führen. Aber unglücklicherweise suchen viele Menschen ihn nie - bis eine Krise oder ein Verlust in ihrem Leben eintritt. Doch selbst dann ist es noch nicht zu spät. Denn Jesus hat stets ein offenes Ohr für dich - rund um die Uhr, zu jeder Tages- und Nachtzeit. Wann immer du mit ihm sprichst, wird er dir zuhören - geduldig, verständnisvoll und ohne dir irgendwelche Vorhaltungen zu machen. Denn Jesus liebt dich vorbehaltlos, bedingungslos und genauso, wie du JETZT bist. Ja, du liest richtig. Es ist ihm egal, was du vielleicht gerade auf dem Kerbholz hast oder an welcher Leitplanke deines Lebens du schon wieder mal klebst. Denn gerade für DICH gilt:

NIEMAND hat je alles für dich gegeben.

NIEMAND hat sein Leben für dich geopfert, um dich zu befreien.

NIEMAND konnte dir versprechen, dass nichts auf dieser Welt dich je von seiner Liebe trennen kann.

Niemand, außer JESUS allein. 

JESUS gab sein LEBEN - das Wertvollste, was er überhaupt hatte - für DICH, damit du geschenkt bekommst, was dir sonst NIEMAND geben kann. 

Jesus will dein bester Freund sein. Er ist der einzige Freund, der dich niemals enttäuschen wird. 

Wenn auch du gern einen solchen besten Freund haben willst, findest du hier ein Beispielgebet. http://gottspric.ht/lade-jesus-in-dein-leben-ein/ 

Link zum Thema: 

http://gottspric.ht/jesus-ist-ein-gentleman/

 

     Bis zum nächsten Mal, deine Anett Kladrowa 

* Wenn du Fragen hast oder mehr über das Thema wissen willst, erreichst du mich persönlich über anett.kladrowa@gottspric.ht oder über unser Kontaktformular http://gottspric.ht/kontaktformular/  Ich freue mich darauf, von dir zu hören. :)

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