Dein Gig-Kick für August 2014

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Hallo Freund,

eine Familie mit drei kleinen Kindern war glücklich, ein paar Ferientage am Strand verbringen zu können. Sie tummelten sich in den Wellen, bauten Sandburgen, sammelten Muscheln und ließen Drachen steigen. Die Kinder spielten gerade beim Wasser, als sich ihnen eine alte Frau in zerlumpten Kleidern langsam näherte. Immer wieder bückte sich die Alte, hob laut vor sich hinmurmelnd etwas vom Boden auf, das sie in einen Plastikbeutel steckte.

Besorgt riefen die Eltern die Kinder zu sich und verlangten, dass sie sich von der wunderlichen Frau fernhielten. Doch die kam nun, immer wieder etwas auflesend, auch auf die Familie zu. Und während sie sich wieder bückte, um etwas aus dem Sand aufzuheben, lächelte sie die Leute mit ihrem zahnlosen Mund an.

Doch die erwiderten ihren stummen Gruß nicht.

Abends auf dem Zeltplatz erfuhren sie von den Nachbarn, dass die alte Frau eine verarmte Witwe aus dem Dorf sei, die es sich zur Aufgabe gemacht hatte, Glasscherben und Trinkdosenverschlüsse aus dem Sand aufzusammeln, damit sich niemand am Fuß verletzte.

Wie geht es dir beim Lesen dieser Geschichte? 

Stehen wir nicht alle in der Gefahr, jemanden schnell nach seinem Äußeren zu beurteilen oder gar zu VERurteilen?! 

Viele von uns reisen in den Ferien in andere Länder mit anderen Kulturen und Lebensgewohnheiten. Und wie schnell vergleicht man dann die Sitten vor Ort mit den gewohnten, setzt seine eigenen Maßstäbe und Gepflogenheiten an und resümiert nur allzu selbstverständlich mit Verachtung oder auch mit Neid - je nachdem, was wir gerade auf unseren persönlichen Prüfstand gestellt haben. 

Als ich diese Geschichte zum ersten Mal las, fühlte ich mich ein paar Jahre zurück versetzt und "ertappt". Denn damals hätte das durchaus MEINE Geschichte sein können. Nur allzu leicht beurteilte ich früher Menschen nach dem Äußeren, auch wenn ich das gar nicht bewusst oder willentlich tat. Nahezu automatisch sortierte ich Menschen in verschiedene Schubladen ein. Teils wertete ich dabei ab oder auch auf, wenn ich mich von so manchem schönen äußeren Schein (ver)blenden ließ. 

Manchmal verglich ich auch meine Lebenssituation mit der augenscheinlich glänzenden Fassade von Dritten und entfachte damit unbemerkt in mir selbst Neid, sinnlosen Schmerz und Unzufriedenheit. Das alles war mir natürlich in dem Moment so nicht bewusst.  

Unweigerlich führte dies jedoch zu Spannungen - primär in mir selbst. Wie dumm das von mir war und wie sehr ich mir durch diese falschen Verhaltensmuster selbst schadete, erkannte ich erst in den zurückliegenden elf Jahren. Den Wendepunkt markiert dabei eine tiefe persönliche Lebenskrise im Jahr 2003, für die ich heute gar nicht genug dankbar sein kann. Denn erst dadurch wurde ich demütig genug, Gott wirklich ans Steuer meines Lebens(autos) zu lassen. 

Ein weiser Spruch bringt es auf den Punkt: "Die unmögliche Art der anderen Person ist eine gute Möglichkeit Gottes, an MIR zu arbeiten." :)

Und ich stellte fest, dass Gott das Schleifeisen bei mir an zahlreiche (mir bis dahin verborgene) Charakterkanten setzte, um nach und nach einen funkelnden Diamanten entstehen zu lassen. :) 

Wie und aus welchem Blickwinkel ich einen Menschen sehe, hat auch immer etwas mit mir selbst und meiner Einstellung zu tun. Welche Erwartungen habe ich - an meinen Partner, meine Kollegen, Freunde…? Wie viel Kummer und wie viele Probleme entstehen dadurch, dass ich von anderen etwas erwarte, was diese gar nicht geben KÖNNEN? "Wenn du mein Freund sein willst, musst du aber… !" Das KANN nicht funktionieren! Denn ich kann nicht vom Anderen die Lösung MEINES Lebens und die Erfüllung MEINES GLÜCKS erwarten. Das geht nicht! Damit überfordere ich jeden Menschen. 

Kennst du Spannungen in deinem Leben? Dann darfst du erfahren: die Lösung kommt nicht von Menschen, kommt nicht von EINANDER, wenngleich wir einander dabei (unter)stützen. Die Lösung aller Spannungen in deinem Herzen ist allein: die Liebe Gottes.

Was heißt das? 

Nun, ich will es illustrativ beschreiben. Es ist die sprichwörtliche "Medaille mit den zwei Seiten". 

Bitte stell dir dein persönliches Glück jetzt einmal als eine fantastisch glänzende Medaille vor, so aufregend schön, wie du vorher noch keine gesehen hast: es ist nämlich DEIN, von Gott für dich geplantes, herzerfüllendes und allumfassendes Glück.  

Die erste Seite dieser Medaille zeigt dir: Du bist ein Original!

Jeder Mensch ist ganz individuell und verschieden von Gott gemacht. D.h., DU bist einzigartig und einmalig. Es gibt auf der ganzen Welt nicht einen einzigen Menschen, der dir gleicht - äußerlich und innerlich. Auf der ganzen Welt findest du nicht einen einzigen Menschen, der die gleichen Begabungen, Erfahrungen, Talente, Erinnerungen, Berufungen usw … besitzt wie du sie hast. Bist du dir dieser Einzigartigkeit deiner Person in deinem Herzen tatsächlich bewusst?

Niemals vor dir und niemals nach dir wird es jemanden geben, wie dich. Du bist in Gottes Augen durch nichts und niemanden zu ersetzen! Du bist etwas ganz Besonderes, einmalig und wertvoll. Das sind pure Fakten. 

Die zweite Seite dieser Medaille zeigt dir: Gott liebt dich - immer, vorbehaltlos und genauso wie du jetzt bist!  

Jeder Mensch wird gleich intensiv von Gott geliebt. Diese Intensität seiner Liebe übersteigt jedes vorstellbare Maß einer zwischenmenschlichen Liebe. Und dabei ist es gleichgültig, ob du jung oder alt, gesund oder krank bist. Dieser Liebe ist es auch nicht wichtig, ob du nach weltlichen Maßstäben erfolgreich bist oder ob du eine Bruchlandung nach der nächsten in deinem Leben hinlegst. Gott LIEBT dich, und zwar so sehr, als gäbe es auf der ganzen Welt außer dir niemanden, dem er seine Liebe sonst noch zeigen könnte.

Denn Gott sagt: "Weil DU so wertvoll bist und so kostbar in meinen Augen, habe ich dich von Herzen lieb." 

Wenn dir diese Einsicht in dein Herz fällt, wird sie ALLES in deinem Leben verändern. Diese Einsicht ist revolutionär! 

Denn so unterschiedlich und einmalig wir auch sind, in einem sind wir alle gleich: wir sind gleich geliebt von Gott. An der kostbarsten und empfindlichsten Stelle unseres Lebens sind wir alle gleich - gleich geliebt. 

Wenn du diese Erkenntnis nimmst:

*ich BIN EINMALIG und WERTVOLL und

*ich BIN gleich sehr und intensiv GELIEBT

dann fallen die Hauptgifte, die dich und jedes Miteinander zerstören, direkt heraus: das einander Vergleichen und Beneiden sowie das Verachten. 

Frage dich einmal in deinem Herzen:

Wo habe ich meinen Ehepartner, meinen Arbeitskollege oder meinen Freund immer beneidet? Wo bekommt er (sie) die ANERKENNUNG und ich fühle mich dabei minderwertig?

Kannst du es ertragen, wenn andere besser sind als du? 

Wie geht es dir dabei, wenn ein Anderer den Platz in der ersten Reihe einnimmt? Wie hältst du es aus, in einer Sache oder Situation plötzlich in der zweiten Reihe zu sitzen?  

--> Die Wahrheit ist: Du brauchst niemanden zu beneiden, denn du besitzt doch bereits die gleiche und bedingungslose Liebe Gottes und nichts und niemand kann dich von dieser Liebe trennen. 

Musst du auf die Schwächeren herabschauen und sie verachten?

--> Nein, denn auch sie sind genauso geliebt wie du. 

Jeder ist anders, ganz anders als du oder ich, und doch sind wir alle gleich geliebt. Das zu begreifen ist sooo wichtig, denn für dein und mein Leben gilt:

"… die LIEBE ist das Größte" (1.Kor.13,13)

 

Ich bete für dich, dass du unter den Spannungen, denen du heute ausgesetzt bist, WÄCHST und dass du die Erfüllung deiner Lebenssehnsüchte nicht von einem anderen Menschen erwartest, sondern von der einzigen Quelle wahren Glücks - von Gott selbst. Und du weißt ja: Wer zur Quelle will, muss gegen den Strom schwimmen. ;)

In diesem Sinn wünsche ich dir einen genüsslichen und erholsamen Sommermonat August mit einem Herzen voller (selbstloser) Liebe. :)

In Liebe deine Anett Kladrowa 

Links zum Thema: 

http://gottspric.ht/was-ist-dein-leben-wert/

http://gottspric.ht/das-wunder-der-perle-2/

http://gottspric.ht/eine-tiefe-wunde/

http://gottspric.ht/die-besten-geschichten-schreibt-das-leben/

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http://gottspric.ht/bei-gott-gibt-es-keine-hoffnungslosen-faelle/

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